S. ist nicht nur der Ausgleich für konkret erlittene Schmerzen durch eine Fehlbehandlung oder einen Verkehrsunfall, wie der Begriff vermuten lässt. Vielmehr versteht man darunter den Ersatz für Lebensbeeinträchtigungen und Einbuße an Lebensfreude, die auf dem Gesundheitsschaden beruhen. In Betracht kommen etwa: Beeinträchtigungen im Alltag, beispielsweise die Aufgabe des Hobbys, des Sport; der Verlust von Familie oder Freundeskreis, entstellende Narben, die Verminderung der Heiratschancen, der Verlust der Zeugungsfähigkeit, die Einschränkung des Sexuallebens, der Verlust des Berufs oder Vereitelung des Berufswunsches die dauerhafte Einnahme von Medikamenten, insbesondere von Schmerzmitteln und schließlich psychische Beeinträchtigungen, wie Depressionen oder der Verlust der Lebensfreude aufgrund der Schwere der Verletzungen.