A

Unterleib. Ein akutes Abdomen bezeichnet eine akut einsetzende Symptomatik bei oftmals lebensbedrohlichen Erkrankungen im Bauchraum. Es erfordert eine rasche Diagnostik und meist eine notfallmäßige operative Therapie. Wird ein akutes Abdomen schuldhaft verkannt (Befunderhebungsfehler, Diagnosefehler), können Schadensersatz- und Schmerzensgeldansprüche geltend gemacht werden.

Bauchdeckenplastik, Bauchdeckenstraffung

Augenmuskellähmung, führt zum Schielen des betroffenen Auges.

Ablösung der neuronalen Netzhaut von der Aderhaut des Auges. Bei Hinweisen auf eine Netzhautablösung (etwa: Blitze) muss schnell gehandelt werden. Risikopatienten müssen aufgeklärt werden, dass sie bei Anzeichen einer Netzhautablösung unverzüglich einen Arzt aufsuchen müssen.

Fehlgeburt

Plazentaablösung

Missbrauch

Eiteransammlung in einem Gewebehohlraum

Hüftgelenkpfanne

(meist) vollständige Durchtrennung der Achillessehne. Die Wiederherstellung der Funktion kann ausschließlich durch eine möglichst unverzügliche operative Versorgung gewährleistet werden.

Fett

übergewichtig: Ab einem BMI von 30 bis 35 Grad I, ab einem BMI von 35 bis 40 Grad II und ab einem BMI ab 40 Grad III.

Übergewichtigkeit. Übergewichtigkeit ist ein Risikofaktor, beispielsweise für das Entstehen von Thrombosen. Sie muss vom Arzt berücksichtigt und einkalkuliert werden bei Behandlungen oder Operationen.

Lebensbedrohliche akute Fehlfunktion der Niere.

Schenkelhalsfraktur

Tumor in Drüsen- oder Schleimhautgewebe

Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung

Zugang

erwachsen

Schwebestoff aus Gas oder Staub

„Kampf“, Sterbephase vor dem Tod

Anschlussheilbehandlung

acquired immune deficiency syndrome (Erworbenes Immunschwäche-Syndrom) Siehe auch: HIV

hypochondrische Störung, trotz negativer Tests vertritt der Patient unkorrigierbar, die Auffassung, an AIDS erkrankt zu sein.

quälende Bewegungsunruhe

Bewegungslosigkeit, Bewegungsstarre

Fähigkeit des Auges zur Scharfeinstellung (fern und nah)

„scharf“, „bedrohlich“; im Gegensatz zu einer chronischen Krankheit tritt eine akute Erkrankung plötzlich und schnell auf, verläuft heftig.

Leseunfähigkeit

Reaktion des Immunsystems auf körperfremde, normalerweise unschädliche Stoffe.

Lungenbläschen, in ihnen erfolgt bei der Atmung der Gasaustausch.

Hirnerkrankung mit fortschreitender Demenz

das vollständige Fehlen von Lichtwahrnehmung Augen bei Verlust jeglicher optischer Reizverarbeitung.

Von der Amaurose ist der Begriff der Blindheit zu unterscheiden. Blind ist auch eine Person mit einem sehr geringen Sehvermögen. Ein Mensch ist blind, wenn er auf dem besser sehenden Auge selbst mit Brille oder Kontaktlinsen nicht mehr als zwei Prozent von dem sieht, was ein Mensch mit normaler Sehkraft erkennt. Dementsprechend ist ein amaurotisches Auge per Definition immer auch blind, jedoch muss ein blindes Auge nicht zwangsläufig amaurotisch sein. Daraus folgt auch, dass ein Mensch mit einer einseitigen Amaurose und intaktem Sehvermögen auf dem anderen Auge nicht als blind im juristischen Sinne anzusehen ist.

Sehschwäche, die auf einer unzureichenden Entwicklung des Sehsystems während der frühen Kindheit beruht. Das Resultat ist eine Verminderung der Sehschärfe, die nicht oder zumindest nicht ausreichend durch organische Fehler erklärt werden kann. Sie ist auch bei optimaler optischer Korrektur mit Brille oder Kontaktlinsen nicht vollständig behebbar.

ohne stationäre Aufnahme, siehe auch: stationäre Aufnahme

Ausbleiben der monatlichen Regelblutung. Diese kann so viele Ursachen haben, dass unbedingt eine gründliche Diagnostik erforderlich ist, um auszuschließen, dass eine schwere Grunderkrankung die Ursache ist.

Erinnerungslücke(n), etwa nach einem Schädelhirntrauma (möglicherweise aufgrund eines Autounfalls) oder Schlaganfalls (möglicherweise aufgrund eines Behandlungsfehlers).

operative Abtrennung eines Körperteils. Siehe auch: Phantomschmerz

Fruchtwasserembolie

Fruchtwasseruntersuchung. Zur Feststellung genetischer oder biochemischer Schäden werden die im Fruchtwasser befindlichen Zellen des Fötus untersucht. Mit dieser Untersuchung können Fehlentwicklungen des zentralen Nervensystems, Erbkrankheiten, chromosomale Besonderheiten, wie etwa Trisomie 21 = Down-Syndrom diagnostiziert werden. Werden bei dieser Untersuchung Befunde fehlerhaft erhoben oder fehlerhaft ausgewertet und wird unerwünscht ein schwerbehindertes Kind geboren, stehen hohe Schadensersatzansprüche im Raum.

Blutarmut

Es gibt lokale (örtliche) oder allgemeine Anästhesie („Vollnarkose“). Die Anästhesie wird durch einen Facharzt für Anästhesie überwacht. Als Behandlungsfehler sind hier unter anderem denkbar: Überdosierung, Aspiration (Eindringen von Material in die Atemwege), Sauerstoffuntersättigung, um nur einige zu nennen.

Medikamente, die den Schmerz ausschalten.

Medikamente, die den Schmerz lindern.

Die Anamnese ist die wesentliche Grundlage für das Stellen einer Diagnose und ist in allen medizinischen Disziplinen von außerordentlicher hoher Bedeutung. Eine fehlerhafte Anamnese kann zu Diagnoseirrtümern führen. Ein vorwerfbarer Diagnosefehler wiederum kann Schadensersatz- und Schmerzensgeldansprüche auslösen.

Krankhafte Erweiterung einer Schlagader. Wenn das A. reißt, kann es zum Tode führen. Es muss unbedingt rechtzeitig entdeckt werden.

Eine häufige Ursache für ein A. Ist eine vom Arzt verursachter Gefäßwandriss nach der Punktion der arteria femoralis (Oberschenkelarterie).

Darstellung der Blutgefäße (Adern) nach der Injektion eines Kontrastmittels. Mit dieser Untersuchung kann man Beispielsweise ein Aneurysma feststellen. Diese Untersuchungsmethode birgt auch Risiken (beispielsweise Schlaganfall), über die aufgeklärt werden muss.

„Herzenge“, „Brustenge“ mit anfallartigem Schmerz im Brustbereich durch eine akute, vorübergehende Durchblutungsstörung des Herzens, aufgrund koronarer Erkrankungen, meist eine Engstelle der Koronargefäße (Herzkranzgefäße).

Geist, Seele

Ungleiche Fehlsichtigkeiten beider Augen; sie ist schwerer zu korrigieren, als eine gleichmäßigere Fehlsichtigkeit. Bei größeren Differenzen (ab drei Dioptrien) wird das räumliche Sehen gestört.

Fehlen oder Verlust des Geruchssinns. Der Riechverlust ist eine schwere Lebensbeeinträchtigung mit psychischen Einbußen, die ein Schmerzensgeld rechtfertigt, wenn sie auf einem Behandlungsfehler oder Unfall beruht. Für den Geschmack von Speisen und Getränken ist zum überwiegenden Teil der Geruchssinn entscheidend, also fehlt auch dieser. Das ist nicht nur eine Beeinträchtigung, sondern auch gefährlich (verdorbene Speisen werden nicht erkannt).

vollständiges Sauerstoffdefizit

Gerinnungshemmung mit Antikoagulantien („Blutverdünnern“). Diese Medikamente bergen als Nebenwirkung ein erhöhtes Blutungsrisiko. Notfalloperationen werden damit risikoreicher.

Verminderte Harnausscheidung. Die Ursache muss unbedingt erkundet werden, weil schwere Grunderkrankungen in Frage kommen.

After = Austrittsöffnung des Darms.

Künstlicher Darmausgang (auch: Enterostoma). Das Vorhandensein eines Enterostomas beeinträchtigt die Lebensführung nachhaltig, besonders dann, wenn er nicht zurückverlegt werden kann. Beruht diese Beeinträchtigung etwa auf einem Behandlungsfehler, rechtfertigt sie ein hohes Schmerzensgeld.

Hauptschlagader

Sie liegt in der Aorta, direkt an deren Ursprung aus der linken Herzkammer und verhindert den Rückfluss des Blutes bei jedem Herzschlag.

„Wachkoma“. Aufgrund schwerster Schädigung des Gehirns (etwa durch schwere Unfälle oder Fehlbehandlungen bei der Geburt) kommt es zu einem Verlust der Beziehung zur Umwelt. Diese Schäden sind so schwerwiegend, dass sie mit anderen Medizinschäden nicht mehr vergleichbar sind. Deshalb nimmt die höchstrichterliche Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zur Arzthaftung eine eigenständige Bewertung dieser Schäden vor, bei denen das Gehirn betroffen ist. Der Bundesgerichtshof sieht in hirnorganischen Schäden eine eigenständige Fallgruppe, bei der die Zerstörung der Persönlichkeit durch den Fortfall der Empfindungsfähigkeit geradezu im Mittelpunkt steht und deshalb auch bei der Bemessung der billigen Entschädigung einer eigenständigen Bewertung zugeführt werden muss, die der zentralen Bedeutung dieser Einbusse für die Person gerecht wird. Aus diesem Grunde sind die Schmerzensgeldbeträge bei Gehirnschäden, insbesondere bei Geburtschäden, bei denen das gesamte zukünftige Leben eines Menschen zerstört wird, die höchstmöglichen. Das Schmerzensgeld hilft wenigstens den Angehörigen ein bisschen.

Der Apgar-Score ist ein Punkteschema, mit dem sich der klinische Zustand von Neugeborenen standardisiert beurteilen lässt, indem fünf Komponenten abgeprüft werden: Atmung Puls Grundtonus Aussehen Reflexe. Die Bestimmung wird 1, 5 und 10 Minuten nach der Geburt durchgeführt. Je Merkmal werden jeweils 0 Punkte (Merkmal fehlt), 1 Punkt (Merkmal nicht ausgeprägt) oder 2 Punkte (Merkmal gut vorhanden) vergeben; die maximale Punktzahl ist  also10. Die optimale Punktzahl für Neugeborene sind 9–10 Punkte. Bei Wertungen zwischen 5–8 gilt das Neugeborene als gefährdet, bei unter 5 als akut lebensgefährdet.

Dieses noch immer gültige System zur raschen Einschätzung des Zustandes eines Neugeborenen entwickelte die Chirurgin und Anästhesistin Dr. Virginia Apgar (1909 bis 1974) schon im Jahre 1952.

Sprachstörung, bis zum Verlust der Sprache. Wenn diese auf einem Behandlungsfehler beruht, weil beispielsweise ein Schlaganfall nicht rechtzeitig behandelt wird, rechtfertigt diese Beeinträchtigung Schadensersatzansprüche.

Atemstillstand

Blinddarmentfernung

Blinddarmentzündung. Wegen der schweren, lebensbedrohlichen Komplikationen ist bei begründetem Verdacht der Entzündung des Wurmfortsatzes die unverzügliche Entfernung (Appendektomie) angezeigt. Ansonsten liegt ein Behandlungsfehler vor. Wenn trotz eindeutiger Anzeichen die Diagnose nicht gestellt wird, kann ein vorwerfbarer Diagnoseirrtum vorliegen.

Blinddarmentzündung in der Schwangerschaft. Sie kann wegen der verminderten Abwehrkräfte der Schwangeren leicht zum Tod führen und muss unbedingt erkannt werden, wenngleich die Diagnose während der Schwangerschaft erschwert ist.

„Anerkennung“, „Genehmigung“ heißt die staatliche Zulassung, den Arztberuf ausüben und die entsprechende Berufsbezeichnung führen zu dürfen.

Störung der Ausführung zielgerichteter und geordneter Bewegung bei intakter motrorischer Funktion. Als Ursache kommen unter anderem die Erkrankung oder Schädigung des Gehirns in Betracht.

Eine A. ist eine Lähmung (Parese) im Bereich der Schulter, des Oberarms, des Unterarms oder der Handmuskulatur, die durch die Schädigung des Plexus brachialis verursacht wird. Als Ursache kommen Geburtstrauma (siehe: Dyskopie, dort Schulterdyskpie) oder insbesondere Motorradunfälle in Betracht.

unregelmäßiger Schlag des Herzens

„Anfressen“. Die Zerstörung von Organen durch Entzündungen, Tumore oder Geschwülste.

Pulsader, Schlagader, Arterie. Die Arterien führen das Blut vom Herzen weg. Die Arterien des Körperkreislaufes transportieren sauerstoffreiches (rotes) Blut; die Arterien des Lungenkreislaufs transportieren sauerstoffarmes Blut.

Der komplette Verschluss ist ein Notfall. Wird bei einem Arterienverschluss in einer Extremität die Durchblutung nicht innerhalb von sechs Stunden wieder hergestellt, droht die Amputation. Es ist ein schnellstmöglicher Transport in ein geeignetes Krankenhaus notwendig, auch zur Abklärung der Möglichkeit einer Lyse.

Röntgenologische Darstellung der Schlagader nach der Injektion eines Kontrastmittels.

„Aterienverkalkung“: chronisch degenerative (entzündliche) Verhärtung von Schlagadern.

Gelenkvernarbung. Sie geht meist mit einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung einher (Dauerschaden).

operative Gelenkversteifung

Gelenkplastik, welche die Beweglichkeit wieder herstellen soll.

degenerative Gelenkerkrankung (Gelenkabnutzung)

Betrachtung der Gelenkhöhle nach vorheriger Punktion und Gas oder Flüssigkeitsinfusion in die Gelenkhöhle. Häufig werden A. am Kniegelenk durchgeführt. Das birgt die Gefahr der Sepsis. Als Risiko muss dann hingenommen werden, dass ein künstliches Kniegelenk eingesetzt werden muss. Mit der A. selbst sind auch Eingriffe zur Bekämpfung der Knorpeldegeneration möglich, etwa Knorpelglättung, Knorpeltransplantation oder Anregung des Knorpelwachstums durch Einblutungen, die durch Bohrungen oder durch Mikrofrakturierung hervorgerufen werden. Alle diese Eingriffe bergen Risiken, über die aufgeklärt werden muss. Siehe auch: Meniskus.

Gelenkeröffnung durch einen Schnitt

Gelenk

Schlaflosigkeit

pulslos, verringerte oder aufgehobene Atmung, führt zu einem Herz-Kreislauf-Stillstand (also Tod), wenn keine Notfallmaßnahmen durchgeführt werden.

Ansaugen, Einatmen von Luft oder Flüssigkeit; Eindringen fester (etwa Gewebereste) oder flüssiger Stoffe in die Atemwege. Wird eine A. während einer Operation nicht bemerkt, können schwerste Gehirnschäden eintreten bis hin zum  apallischen Syndrom.

durch Aspiration ausgelöste Lungenentzündung

präoperative Maßnahmen zur Vermeidung einer Aspiration, wie etwa Nahrungs- und Flüssigkeitskarenz (Karenz = Aussetzen).

„Beklemmung“, Luftnot

Die Hornhautverkrümmung ist eine Fehlsichtigkeit, bei der anders als bei normaler Kurz- oder Weitsichtigkeit die Ursache nicht eine Verformung des Augapfels, sondern eine Verformung der Hornhaut ist.

Fehlen eines koordinierten Bewegungsablaufs

Atemfunktionsschwäche

Lehre von den Ursachen der Krankheiten

Oberster Halswirbel

Vorhof (des Herzens)

Rückbildung eines Organs oder Gewebes

Gehör, das Hören

Der Arzt ist verpflichtet, den Patienten vor einem Eingriff oder einer Behandlung im Großen und Ganzen über die Dringlichkeit des Eingriffs, seine Risiken und Erfolgschancen und auch über gleichwertige Behandlungsalternativen aufzuklären. Die Aufklärung muss rechtzeitig und in einem persönlichen und vertraulichen Gespräch erfolgen. Sie kann auf einem Aufklärungsbogen festgehalten werden. Liegt ein solcher Bogen vor, ist bewiesen, dass ein Aufklärungsgespräch erfolgt ist. Sind dort etwa Risiken vermerkt oder umkringelt, ist beweisen, dass über diese Dinge gesprochen worden ist. Der Inhalt des Aufklärungsgespräches ist damit nicht bewiesen. Der Arzt muss im Prozess den Beweis einer ordnungsgemäßen Aufklärung führen.

„Vergrößerung“ – etwa Knochenaufbaus des Kiefers; Brustvergrößerung (Mammaaugmentation). Die Brustvergrößerung ist eine Schönheitsoperation. Bei Schönheitsoperationen muss nach den Vorgaben des Bundesgerichtshofs (BGH) besonders sorgfältig (schonungslos) aufgeklärt werden, weil sie medizinisch nicht notwendig sind. Der Patient muss darüber unterrichtet werden, welche Verbesserungen er günstigenfalls erwarten kann, und ihm müssen etwaige Risiken deutlich vor Augen gestellt werden, damit er genau abwägen kann, ob er einen etwaigen Misserfolg in Kauf nehmen will.

Diagnostisches Abhören von Organen auf Schallzeichen

„oder ein Gleiches“: Wenn der Arzt „aut idem“ auf dem Rezept vermerkt, darf der Apotheker ein gleichwertiges Präparat aushändigen. Das Ersetzen des verordneten Arzneimittels durch ein wirkstoffgleiches, meist günstigeres Mittel, dient der Kostenersparnis.

Lungenbläschen. Durch sie erfolgt bei der Atmung der Gasaustausch.

Zweiter Halswirbel

B

Verbindung zwischen den beiden Hemisphären des Gehirns (cerebrum). Es gibt jeweils die beiden Hälften des Kleinhirns und die des Großhirns).

unten; an der Grundfläche gelegen

Eine chronisch-entzündliche (rheumatische Erkrankung des Knochengelenksystems, besonders der Wirbelsäule, die zunehmend versteift, was zu Bewegungseinschränkungen führt.

Bei der Steißlage besteht immer (!) eine Behandlungsindikation. Das Kind liegt im Mutterleib mit dem Kopf nach oben. Eine normale Geburt ist möglich, aber schwierig. Es gibt verschiedene Manöver, die eine vaginale Geburt ermöglichen. Die Indikation zur Schnittentbindung (Kaiserschnitt = Sectio) wird kontrovers diskutiert. Die Mutter muss aber über diese Behandlungsalternative aufgeklärt werden, da für das Kind hohe Risiken bestehen.

tritt besonders bei Frauen während der Schwangerschaft und im Wochenbett auf; sie ist gefährlich wegen der Möglichkeit einer Lungenembolie.

Nach der höchstrichterlichen Rechtssprechung des Bundesgerichtshofs scheidet eine Zurechnung des Folgeschadens für sogenannte Renten- oder Begehrensneurosen aus, die dadurch gekennzeichnet sind, dass der Geschädigte den Unfall in dem neurotischen Streben nach Versorgung und Sicherheit lediglich zum Anlass nimmt, den Schwierigkeiten des Erwerbslebens auszuweichen.

Ein B. bezeichnet das Abweichen von den medizinischen Facharztstandards, nach denen ein Arzt dem Patienten die Behandlung schuldet (§ 630a Abs. 2 BGB).

Die medizinischen Facharztstandards geben vor, wie ein gewissenhafter und aufmerksamer Arzt aus der berufsfachlichen Sicht seines Fachbereichs im Zeitpunkt der Behandlung seinen Patienten behandeln muss. Die Facharztstandards reflektieren die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse und die ärztlichen Erfahrungen, die sich in der Erprobung bewährt haben.

Ein grober (besonders schwerer) führt zu einer Umkehr der Beweislast, so dass nicht der Patient beweisen muss, dass sein Gesundheitsschaden auf dem Behandlungsfehler beruht, sondern der Arzt muss Gegenteil beweisen, siehe: Kausalität.

Eine Herzunterstützungspumpe („Kunstherz“), das in Berlin entwickelt worden ist. Auch die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) hat Forschungsprojekte mit dem Schwerpunkt der Kunstherzforschung.

Ist eine Transfusionswahrscheinlichkeit gegeben, muss bei planbaren Eingriffen eine Aufklärung über die Risiken der homologen B. stattfinden; desgleichen muss der Hinweis auf die Möglichkeit einer Eigenblutspende erfolgen.

Knochenprellung, kleinster Knochenbruch, die mit starken Schmerzen einhergehen kann. Eine Diagnose ist nur mittels MRT möglich.

Oberarm

langsame Schlagfolge des Herzens, die ggf. mit Medikamenten oder der Implantation eines Herzschrittmachers behandelt werden muss.

zum Oberarm gehörend

Entzündung der Atemwege

Untersuchung der Bronchien  (siehe: Bronchus) mittels Endoskop.

Der Luftröhrenast, die Bronchie, auch Bronchos.

Brustwirbelkörper

Ein B. ist jegliche operativ erstellte Überbrückung eines kranken Gefäßes. Dabei wird eine neue Verbindung zwischen Anfang und Ende einer Engstelle hergestellt. Als Bypassoperation bezeichnet man umgangssprachlich die Operation am Herzen, bei der verengte oder verschlossene Herzkranzgefäße überbrückt werden, um die Blutversorgung des Herzmuskels wiederherzustellen.

C

Leichnam

heißt das im Spalt eines Knochenbruchs sich neu bildende Gewebe.
Oberarmköpfchen
Kopf, Gelenkkopf
Handwurzelknochen
Handwurzel
Kopfschlagader
Knorpel, siehe: Chondros
Nervenfaserbündel am Ende des Rückenmarks
Die Ursache
Achtung!, Warnung! (etwa: nicht verwenden bei…)
Höhle, Hohlraum
Kopfschmerz
Umschlingung, Kreisnaht
Das Großhirn betreffend
Großhirn
auch HWS-Syndrom oder Schulter-Arm-Syndrom genannt, bezeichnen von der Halswirbelsäule ausgehende Schmerzen, die in den Arm ausstrahlen.
halswärts
Hals, Nacken

Gebärmutterhals

Die Chemotherapie verwendet Stoffe, die ihre schädigende Wirkung möglichst gezielt auf bestimmte Zellen beziehungsweise Mikroorganismen ausüben, diese töten oder in ihrem Wachstum hemmen. In der Krebstherapie heißen diese Substanzen Zytostatika.

= Handarbeit, Handwerk. Sie ist das Gebiet der Medizin, das sich mit der operativen Behandlung von Krankheiten und Verletzungen beschäftigt.

Entfernung der Gallenblase
Knorpel. Der Knorpel ist ein biegestabiles aber elastisches, Gewebe, das eine hohe Reißfestigkeit und Druckelastizität besitzt. Es gibt Gelenkknorpel, Ohrenknorpel, Nasenknorpel, Kehlkopfknorpel und Rippenknorpel.
Auflösung von Knorpelgewebe
krankhafte Entwicklung des Knorpels
Knorpelerkrankung
bezeichnet den Übergang von der vorübergehenden zum dauerhaften (chronischen) Vorhandensein einer Erkrankung oder eines Symptoms, insbesondere von Schmerzen. Mit der Diagnose „chronisch“ wird gleichzeitig die nicht mehr wahrscheinliche Heilbarkeit zugestanden. Die C. ist damit gleichbedeutend mit dem Verlust der Aussicht auf Heilung. Es bleibt für den Patienten nur noch die Hoffnung auf Linderung der Beschwerden oder auf neue Behandlungsmethoden/ Medikamente. Eine chronische Folgeerkrankung führt als dauerhafte Lebensbeeinträchtigung zu einer Erhöhung des Schmerzensgeldes, wenn sie auf einen Behandlungsfehler oder Verkehrsunfall zurückzuführen ist.

Schlüsselbein

Geschlechtsverkehr

Entzündung des Dickdarms

auf der gleichen Seite gelegen, benachbart

Wirbelsäule. Bei Operationen am Rücken können leicht Behandlungsfehler auftreten. Beim Versteifen von einzelnen Wirbeln durch Schrauben und Platte können die Nerven verletzt werden. Wenn Schrauben in den Spinalkanal hineinragen, kann das Rückenmark verletzt werden. Das kann zu Gefühls- und Bewegungsstörungen der Beine, Funktionsstörungen von Blase und Darm, sowie zu sexuellen Störungen führen. Wenn eine Querschnittlähmung eintritt, dann ist diese nach dem hypoxischen Hirnschaden die schwerwiegendste Lebensbeeinträchtigung überhaupt. Darum muss über dieses Risiko aufgeklärt werden, zumal viele Wirbelsäulenoperationen unnötig sind.

Gehirnerschütterung

Einwilligung, Bereitschaft zur Mitarbeit

Gehirnquetschung

Rippe

Gehirnverletzung, die der Seite des Aufpralls gegenüberliegt aufgrund des Prinzips „Stoß und Gegenstoß“ bei Gewalteinwirkung am Schädel.
Prellung, Quetschung
Herz
Gebärmutterkrebs
zur Rippe gehörend
Hüfte
Chronische Erkrankung des Hüftgelenks (Verschleiß). Wenn ein künstliches Hüftgelenk eingesetzt werden muss, sind Behandlungsfehler möglich, etwa wenn Prothesen im falschen Winkel eingesetzt werden, sich lockern oder durch massiven Abrieb zu einer Schwermetallvergiftung im Körper führen. Übermäßiger Verschleiß kann auch auf behandlungsfehlerhaft zurückgebliebenen Zementteilchen beruhen. Die künstliche Hüfte muss dann ausgetauscht werden. Die Standzeit der neuen Hüfte ist nicht so lang, wie bei dem ersten Implantat. Das führt besonders bei jüngeren Patienten zu massiven Problemen.
kopfwärts zum Schädel gehörend
Öffnung des Schädels
Schädel

Schenkel

Ellenbogen
Fußwurzelknochen
Haut
bläuliche Verfärbung der Haut. Symptom für eine gefährliche bis  lebensbedrohliche Störung des Organismus, meist Unterversorgung mit Sauerstoff, oftmals durch Herzerkrankungen.

D

Das ist ein Gesundheitsschaden der dauerhaft verbleibt und für den ein höheres Schmerzensgeld gezahlt werden muss, als für eine Verletzung, die wieder ausheilt.

Dauerschäden rechtfertigen ein höheres Schmerzensgeld, als solche Verletzungen, die wieder ausheilen oder abklingen.

Typische Dauerschäden sind: Dauerschmerzen, Bewegungseinschränkungen, kognitive Einschränkungen, Konzentrationsschwierigkeiten oder Lähmungen in schweren Fällen wie Querschnittlähmungen (siehe dort).

Siehe auch unter: Folgeschaden.

Geistesschwäche; 1. Grad geistiger Behinderung

Hautabscherung

Stuhlentleerung

Hierbei werden Elektroden auf den Brustkorb gesetzt, um mittels Stromstößen nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand den Herzschlag wieder herzustellen oder ein Kammerflimmern zu durchbrechen.
Das Kammerflimmern ist eine der häufigsten Todesursachen.
Abbau, Rückbildung
auf Degeneration beruhend
liegt vor, wenn der Körper die durch eine Krankheit entstandenen Defekte nicht mehr ausgleichen kann.
Druckentlastung von Organen
Druckgeschwür, entstanden durch falsche oder unzureichende Lagerung (Dekubitusprophylaxe). Das Auftreten von Dekubiti spricht für eine unsachgemäße Lagerung (Pflegefehler).
Hautrötung, Hautverhärtung
Hautdefekt, Blase oder Geschwür
Verlust aller Hautschichten und Schädigung der Unterhaut, die bis auf den drunter liegenden Muskel reichen kann.
Verlust aller Hautschichten mit ausgedehnter Zerstörung, Nekrose (Absterben von Zellen) oder Schädigung von Muskeln, Knochen oder Sehnen.
Entfernung der Nerven eines Organs
Zahn
zahnförmiger Fortsatz des zweiten Halswirbels
Hautentzündung
Zerstörung
Abweichung
leblos, abgestorben
Verlangsamung
Zuckerkrankheit: Störung des Zuckerstoffwechsels. Volkskrankheit. Mediziner schätzen, dass bis zum Jahr 2030 weltweit jeder zehnte Mensch an Diabetes erkranken wird.

Auf der Diagnose baut die nachfolgende ärztliche Behandlung, die Therapie auf. Die Diagnose ist eine der heikelsten Aufgaben eines Arztes. Deshalb hat sie aber auch mit besonderer Sorgfalt zu erfolgen. Die Rechtsprechung ist mit der Annahme von Diagnosefehlern etwas zurückhaltend, weil die Diagnose eine so schwere Aufgabe ist, was aber nicht heißt, dass der Arzt bei der Diagnosestellung hinter die Facharztstandards zurückfallen darf. Unterschieden werden grundsätzlich: Der einfache, nicht als Behandlungsfehler vorwerfbare Diagnoseirrtum (gerade noch vertretbare Diagnose). Der als (einfacher) Behandlungsfehler vorwerfbare Diagnoseirrtum (nicht mehr vertretbare Diagnose). Schließlich der als grober Behandlungsfehler vorwerfbare und die Beweislast umkehrende fundamentale Diagnoseirrtum (mit völlig unvertretbarer Befundinterpretation). Siehe auch: Differentialdiagnose.

Blutreinigung, Blutwäsche
(= Trennwand) Zwerchfell/ bezeichnet auch ein mechanisches Mittel zur  Empfängnisverhütung (Scheidenpessar).
Mittelstück des Röhrenknochens (etwa Oberschenkel, Oberarm).
Durchfall
Auseinanderstehen, Auseinanderweichen
Erschlaffungs- und somit Blut-Einströmungsphase des Herzens
Unterscheidung und Abgrenzung ähnlicher Krankheitsbilder. Eine mangelhafte Differentialdiagnose kann zu Behandlungsfehlern führen.
ohne scharfe Grenzen
den Finger betreffend, mit dem Finger
Finger, Zeh
Erweiterung eines Hohlorgans (etwa Gefäße [Adern] oder der Herzmuskel)
Maßeinheit der Brechkraft von optischen Linsen. Dient auch als Maßeinheit für Fehlsichtigkeit, für die Bestimmung der Brillengläser.
Schwächung beider Arme oder Beine
doppelseitige Lähmung beider Arme oder beider Beine
Sprechstörung
Entfernung von Bandscheibengewebe
Erkrankung der Bandscheibe
Bandscheibe
Bandscheibenvorfall. Die Indikation zur Operation sollte nur zurückhaltend gestellt werden. Bei einer Operation können Nervenschäden oder Lähmungen  auftreten, darüber muss aufgeklärt werden. Auch eine Instabilität der Wirbel ist mögliche Folge der Operation. Komplikationen bei solchen Rückenoperationen können auch auf Behandlungsfehlern beruhen, was zu Schadensersatzansprüchen führt.
Ausbreitung eines Krankheitsprozesses
Vom Rumpf weg, weiter entfernt von der Körpermitte
Zerrung, Verstauchung
Die Rückseite betreffend
Schmerz
Rückenschmerzen
Rücken
Ableitung von Flüssigkeiten und Gasen, Wundabsonderungen (Wunddrainage).
Gallenblasengang
Vereinigung des rechten und linken Gallengangs an der Leberpforte.
Zwölffingerdarm
äußerste Hirnhaut
Typisch ist das verzögerte Auftreten etwa zwei Tage nach einem chirurgischen Eingriff. Möglich sind Denkstörungen, Gedächtnisstörungen, Antriebsarmut, aber auch Unruhe, plötzliche Stimmungsschwankungen und Schlafstörungen (oft mit Alpträumen), völlige Verwirrung, sowie zeitliche und räumliche Desorientierung.
Missempfindung, Sensibilitätsstörung
Funktionsstörung
Verdauungsstörung
Fehlbildung

Abnormaler Geburtsverlauf. Es gibt die außerordentlich gefährliche Schulterdystokie, bei der nach der Geburt des kindlichen Kopfes die Schultern des Kindes im Becken der Mutter steckenbleiben. In diesem Fall gibt es mehrere verschiedene Manöver, die unverzüglich ausgeführt werden müssen. Das Kind kann ansonsten durch Sauerstoffunterversorgung schweren Schaden nehmen. Gleichfalls kann die Schulter oder der Arm verletzt werden (siehe: Armplexusparese).

Als Risiken gelten: Eine vorausgegangene Schulterdystokie, Diabetes und Übergewicht bei der Mutter, Multiparität (die Frau hat schon mehrere Kinder geboren) und ein zu erwartendes Geburtgewicht von über 4000 Gramm.

Spätestens ab einem zu erwartenden Geburtsgewicht von 4500 Gramm muss über die Schnittentbindung als Alternative aufgeklärt werden.

Der Geburtsverlauf kann auch durch Anomalien des knöchernen Geburtskanals behindert werden (Beckendystokie). Wenn die Wehen von der normalen Wehentätigkeit abweichen, spricht man von Wehendystokie. Die Zervixdystokie bedeutet, dass der Gebärmutterhals sich ungenügend und verzögert erweitert, was zu einer Verzögerung der Geburt führt.

potentiell lebensbedrohliche Einschränkung der Atemfunktion mit Gefahr der Hypoxie.