Ab sofort stelle ich interessierten Patienten mein medizinisches Wörterbuch zur Verfügung, in dem ich zahlreiche medizinische Fachbegriffe vorstelle.

Dabei gebe ich auch arzthaftungsrechtliche oder medizinrechtliche Hinweise (etwa zu möglichen Behandlungsfehlern oder Aufklärungsversäumnissen), sofern sich das anbietet, etwa beim der  Sectio  dem Apallischen Syndrom, oder der  Spondylodese und vielen mehr. Die  Coxarthrose ist aus Sicht der Arzthaftung ebenfalls lesenswert. Es handelt sich aber um ein Lexikon, das auch zum Weiterlesen anregen soll. Dank Internet ist es heutzutage kein Problem mehr, sich medizinisches Fachwissen anzueignen. Das Stichwort Coxarthrose soll hier sozusagen weitergelesen werden:

Die Coxarthrose ist eine chronische Erkrankung des Hüftgelenks, die auf Verschleiß beruht. Im fortgeschrittenen Stadium muss das Gelenk ersetzt werden. In deutschen Krankenhäusern werden über 200.000 künstliche Hüftgelenke pro Jahr eingebaut, zudem 150.000 künstliche Kniegelenke (ein gleichartiges Thema). Dazu kommen noch um die 40.000 Wechseloperationen aufgrund von Lockerungen, Infektionen oder Materialpannen.

Beim Einsetzen künstlicher Hüftgelenke sind Behandlungsfehler denkbar, etwa wenn Prothesen in einem fehlerhaften Winkel eingesetzt werden, sich dadurch lockern oder durch starken Abrieb zu einer Schwermetallvergiftung (etwa Kobalt und Chrome) im Körper führen. Übermäßiger Verschleiß kann auch auf behandlungsfehlerhaft zurückgebliebenen Zementteilchen beruhen, die dann in die Prothese eindringen.

In manchen Fällen ist auch das Medizinprodukt fehlerhaft, etwa im Falle der „Großkugelkopfprothese“, bei der konstruktionsbedingt der Abrieb zu hoch war, so dass die Patienten vergiftet wurden. Muss die künstliche Hüfte ausgetauscht werden, gibt neben dem Risiko der Revisionsoperation noch mindestens dieses Problem: Die Standzeit der Revisionshüfte ist generell nicht so lang, wie bei dem ersten Implantat. Das führt bei jüngeren Patienten zu massiven Problemen, weil man eine künstliche Hüfte in der Regel nur drei Mal austauschen kann, denn jedes Mal geht Knochenmaterial verloren.

„Bei einem Verdacht auf einen Behandlungsfehler bei einer Hüftoperation lohnt sich, ein medizinischen Gutachten einzuholen, am Besten ein Privatgutachten, mit dem man dann mit Erfolg außergerichtlich Ansprüche anmelden kann“, sagt Rechtsanwalt und Fachanwalt für Medizinrecht Dr. Lovis Wambach.

Au das vollständige Wörterbuch können Sie hier zugreifen:

Wörterbuch medizinischer Fachbegriffe

Meine beiden anderen medizinrechtlichen Lexika sind hier zu finden:

Mein Patientenlexikon, das über Patientenrechte aufklärt.

Mein Organlexikon, das die Arzthaftung anhand wichtiger Organe erklärt.

Interessant zum Thema Hüftgelenkersatz ist auch folgender Beitrag:

Grundlegende Probleme bei Prothesenersatz von Knie, Hüfte und Bandscheibe aus medizinischer und juristischer Sicht von Prof. Dr. Lucien Olivier (Cloppenburg) und Dr. Dr. Lovis Wambach (Bremen)