Anwälte für Schmerzensgeld in Bremen

Beratung

Wird die arzthaftungsrechtliche Auseinandersetzung mit einem fachmedizinischen Gutachten angegangen, sind die Chancen sehr hoch, sich außergerichtlich mit dem Versicherer des Arztes auf vernünftiger Basis zu einigen. Ein Privatgutachten mag Geld kosten, bringt aber auch Geld ein.

Privatautonomie am Lebensende: Die Patientenverfügung, die Vorsorgevollmacht und die Betreuungsverfügung (inklusive Mustern zum Download)

Weil die Technik der modernen Medizin (Apparate­medizin) immer weiter fortschreitet und immer unberechenbarer wird, ist es das Bedürfnis vieler Menschen, ihr Recht auf Selbstbestimmung durch Verfügungen zu Lebzeiten zu regeln.

Es kann immer der Fall eintreten, und sei es durch einen Unfall, dass andere für einen Entscheidungen treffen müssen, im schlimmsten Fall über ein menschenwürdiges Sterben. Weil die Technik der modernen Medizin (Apparate­medizin) immer weiter fortschreitet und immer unberechenbarer wird, ist es das Bedürfnis vieler Menschen, ihr Recht auf Selbstbestimmung durch Verfügungen zu Lebzeiten zu regeln. Auf diese Weise kann man einer sinnlosen künstlichen Verlängerung des Lebens vorbeugen, wenn eine solche Verlängerung letztendlich den Tod nur qualvoll hinauszögert. Ein typischer Fall ist beispielsweise die Frage, ob eine schmerzlindernde Behandlung trotz einer daraus resultierenden Lebensverkürzung durch­ge­führt werden soll. Damit später andere nach dem eigenen Willen handeln, stehen vornehmlich drei Möglichkeiten zur Verfügung: Die Patientenverfügung, die Vorsorgevollmacht und die Betreuungsverfügung. Diese Verfügungen sollte jeder verfassen, bevor es zu spät ist. Manches Unangenehme muß man regeln, solange man noch kann. Wer keine Vorsorge trifft, muß wissen, daß im Ernstfall andere - eventuell sogar ein (gänzlich fremder) gesetzlicher Betreuer - für ihn entscheiden und hierbei mühsam versuchen müssen, einen mutmaßlichen Willen zu ermitteln. 

Eine Patientenverfügung enthält die Willenserklärungen, ob, wann und unter welchen Bedingungen und in welcher Art und Weise eine medizinische Behandlung erwünscht oder zu unterlassen ist. In der Patientenverfügung kann auch zur Frage der Organspende Stellung genommen werden. 
Ein Muster für eine Patientenverfügung können Sie hier herunterladen: Download

Mit der sogenannten Vorsorgevollmacht kann man über den Zeitpunkt des Verlustes seiner Geschäftsfähigkeit hinaus Einflußnahme auf alle denkbaren - insbesondere auch medizinische Entscheidungen - erlangen. Auf diesem Wege legt der Patient nicht nur im voraus fest, wie im Falle seiner Entscheidungsunfähigkeit seine medizinische Versorgung aussehen soll, sondern auch, wer seine Wünsche in diesem Fall durchsetzen soll. Das hat den Vorteil, daß kein gerichtlich bestellter Betreuer handelt, sondern die Vertrauensperson des Bevollmächtigten, die vom Betreuungsgericht nur in Ausnahmefällen kontrolliert wird. 
Ein Muster für eine Vorsorgevollmacht können Sie hier herunterladen: Download

Die Betreuungsverfügung dient folgendem Zweck: Für den Fall, daß das Betreuungsgericht eine Betreuung für erforderlich halten sollte, weil man seine Angelegenheiten nicht mehr selber regeln kann, dient die Betreuungsverfügung als Grundlage für die gerichtliche Entscheidung des Betreuungsgericht. In der Betreuungsverfügung kann man den gewünschten Betreuer benennen; man kann aber auch festlegen, wer auf keinen Fall als Betreuer bestellt werden soll. Der Betreuer darf nur für Aufgabenkreise bestellt werden, in denen Betreuung erforderlich ist. In der Betreuungsverfügung darf man alle Wünsche und Regelungen für die Ausübung der Betreuung festlegen, ganz ähnlich wie bei der Vorsorgevollmacht. Der hauptsächliche Unterschied zur Vorsorgevollmacht besteht darin, daß der Betreuer - anders als die Vertrauensperson der Vorsorgevollmacht - vom Betreuungsgericht kontrolliert wird. 

Ein Muster für eine Betreuungsverfügung können Sie hier herunterladen: Download