Anwälte für Schmerzensgeld in Bremen

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Das Arzthaftungsrecht ist vertrackt. Nur für die ordnungsgemäße Aufklärung ist der Arzt in der Beweislast. Der Nachweis des Behandlungsfehlers liegt beim Patienten. Ein Arzt schuldet eine Behandlung nach den fachärztlichen Standards zum Zeitpunkt der Behandlung. Der Verstoß gegen die Facharztstandards kann nur von einem Fachanwalt für Medizinrecht plausibel dargelegt werden.

Hypothetische Einwilligung (Wikipedia®)

Wenn ein kausaler Schaden des Patienten durch die unterbliebene Einwilligung entstanden ist, steht unter dem Aspekt der Kausalität des Fehlverhaltens in Frage: was wäre denn, wenn der Arzt wie erforderlich aufgeklärt hätte? Nach vorherrschender Meinung kann dieses Argument wegen der überragenden Bedeutung des Selbstbestimmungsrechts nur in engem Rahmen gehört werden. Der Arzt, der zu seiner Entlastung vorträgt, der Patient hätte zustimmen müssen, ist beweisbelastet dafür, dass ein vernünftig denkender Mensch der Behandlung zugestimmt hätte, während der Patient demgegenüber einen Entscheidungskonflikt plausibel vorzutragen hat, in dem er bei korrekter Aufklärung gestanden hätte, nicht aber, dass er den Eingriff abgelehnt hätte. Da der Patient das Recht hat, unsinnig erscheinende Entscheidungen über sich selbst zu treffen, widerspräche eine weitergehende Entlastungsmöglichkeit dem Selbstbestimmungsrecht des Patienten. Daher muss der Patient auch nur plausibel vortragen, warum er möglicherweise nicht zugestimmt hätte. Diese für Patient und Arzt in jeder Hinsicht unbefriedigende Situation kann und soll durch eine an der Entscheidungsfreiheit des Patienten orientierte Aufklärung und ihre korrekte Dokumentation vermieden werden. Jedenfalls hat der Operateur die Verpflichtung, von einem Eingriff Abstand zu nehmen, auch wenn er erst auf dem Operationstisch feststellt, dass der Patient nicht aufgeklärt wurde.

Eine wichtige Entscheidung des Bundesgerichtshof zum Thema finden Sie HIER.