Anwälte für Schmerzensgeld in Bremen

Beratung

Wird die arzthaftungsrechtliche Auseinandersetzung mit einem fachmedizinischen Gutachten angegangen, sind die Chancen sehr hoch, sich außergerichtlich mit dem Versicherer des Arztes auf vernünftiger Basis zu einigen. Ein Privatgutachten mag Geld kosten, bringt aber auch Geld ein.

Ein Überblick über das Arzthaftungsrecht vom Fachanwalt für Medizinrecht:

Gegenstand des Arzthaftungsrechts ist die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen wie z.B. Schmerzensgeld, Verdienstausfall, Haushaltsführungsschaden usw. wegen Behandlungsfehlern oder der Verletzung der Aufklärungspflicht gegenüber Ärzten, Krankenhäusern und anderen Heilberufen. Das klingt erst einmal einfach. Das ist es aber keineswegs. Ein Behandlungsfehler liegt dann vor, wenn der Arzt schuldhaft, das heißt vorsätzlich oder fahrlässig gegen die anerkannten Grundsätze der medizinischen Wissenschaft verstoßen hat, die zum Zeitpunkt der Behandlung (!) galten (Facharztstandard). Bei ärztlichen Behandlungsfehlern geht es um die Frage, ob der Arzt fahrlässig gehandelt, also die für einen ordentlichen Arzt der betroffenen medizinischen Sparte objektiv geltenden Sorgfaltsanforderungen verletzt hat. Der Arzt muss sich fortbilden, um sein Wissen auf dem neuesten Stand zu halten. Und er muss auch seine Grenzen erkennen, das heißt, wenn er nicht weiter weiß, muss er den Patienten zu einem Spezialisten weiter verweisen. Der Arzt ist dem Patienten zur Aufklärung verpflichtet. Verletzt er diese Aufklärungspflichten, macht sich der Arzt ebenso wie bei einem Behandlungsfehler haftbar. Die ordnungsgemäße Aufklärung muss der Arzt beweisen. Der Patient selbst muss sich in Abwägung aller Risiken für oder gegen eine ärztliche Behandlung entscheiden und die Einwilligung zu einer Behandlung erklären. Die Einwilligung oder die Nichteinwilligung ist für einen Patienten als medizinischen Laien eine der schwierigsten Entscheidungen überhaupt. Durch die Pflicht zur umfassenden Aufklärung soll die Entscheidungsfreiheit des Patienten sichergestellt werden. Der Arzt muss seinem Patienten Informationen an die Hand geben, damit dieser eine eigene Entscheidung treffen kann. Diese Informationen müssen verständlich und umfassend sein. Der Arzt muss den Patienten in einem persönlichen Aufklärungsgespräch über folgende Themen informieren: die Krankheit, an der er leidet (Diagnose), die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten (Therapie) und deren Erfolgschancen einerseits und deren Folgen und Nebenwirkungen (Risiken) andererseits. Ebenfalls hat der Arzt den Patienten über den prognostizierten Verlauf der Krankheit mit und ohne die ins Auge gefasste Behandlung zu informieren. Nur dann, wenn er über alle Informationen verfügt, kann ein Patient - nämlich als informierter und aufgeklärter Patient - wirksam in eine medizinische Behandlung einwilligen (Selbstbestimmungsrecht!).

Ausführliche und stets aktuelle Informationen zur Arzthaftung  finden Sie in meinem Lexikon der Patientenrechte, das Sie sich herunterladen können.